Fächerahorn 'Shishigashira'
Acer palmatum 'Shishigashira'
Der Löwenkopf-Ahorn: ein dichter, aufrechter Busch mit kleinen, dunkelgrünen Blättern, die im Herbst sanft orange werden. Wächst so langsam, dass er viele Jahre im Kübel bleiben kann.
Balkon und Terrasse
Akzentpflanzen kommen aus Japan, und die meisten Pflanzen der Bonsai-Kunst stehen draußen. Auf Balkon und Terrasse wird aus einer Pflanze im Kübel ein kleiner japanischer Garten: ein Fächerahorn, ein Gras, das über den Rand fällt, Moos statt nackter Erde. Hier findest du sechs Arten, die unsere Winter überstehen, und was sie im Kübel brauchen.
Winterhart und für den Kübel geeignet sind vor allem Fächerahorn (Acer palmatum), Bergilex (Ilex crenata), Japanische Azaleen (Rhododendron obtusum), Japanisches Waldgras (Hakonechloa macra) und Schwarzer Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus), dazu Moos für die Erdoberfläche. Fächerahorn und Bergilex erreichen die RHS-Winterhärte H6 (−20 bis −15 °C). Im Kübel sind die Wurzeln aber so kalt wie die Luft: Topf einpacken, auf Füße stellen, geschützt an die Hauswand rücken. Die Azalee ist giftig für Katze und Hund.
Platz-Steckbrief
Drinnen entscheidet das Licht, draußen der Winter. Drei Dinge bestimmen, ob eine japanische Pflanze im Kübel Jahre hält.
Im Beet schützt der Boden die Wurzeln, im Kübel nicht. Die RHS rät, Töpfe im Winter zusammenzurücken, geschützt zu stellen, mit Jute oder Luftpolsterfolie einzupacken und auf Füße oder Ziegel zu setzen. Penn State Extension empfiehlt für Kübel Pflanzen, die zwei Klimazonen härter sind als der Standort.
Fächerahorne bekommen in der Nachmittagssonne und im Wind braune Blattränder, die geschlitzten Sorten zuerst. Ideal ist ein geschützter Platz im lichten Schatten. Grünlaubige Sorten vertragen mehr Sonne, rotlaubige brauchen etwas davon für ihre Farbe.
Ein Kübel kann im Sommer täglich Wasser brauchen. Azaleen bilden ab Juli die Knospen fürs nächste Frühjahr und dürfen dann nicht austrocknen. Am besten mit Regenwasser, weil kalkhaltiges Leitungswasser die saure Erde neutralisiert.
Die eine Pflanze
Acer palmatum, Seifenbaumgewächs aus Japan, Korea und China
Ein Baum, der lange kein Baum werden will. Shishigashira heißt Löwenkopf, und so sieht er aus: ein dichter, aufrechter Busch aus kleinen, dunkelgrünen Blättern, die im Herbst sanft orange werden. Laut RHS braucht er 20 bis 50 Jahre für seine endgültigen 2,5 bis 4 Meter. Im Kübel bleibt er deshalb viele Jahre eine Pflanze für den Balkon, wenn du die Wurzeln alle zwei bis drei Jahre schneidest. Das macht ihn zum Akzent: eine ruhige, klare Form, die vier Jahreszeiten zeigt.
Sechs winterharte Arten
Drei Gehölze für den Kübel, zwei Gräser für Rand und Schale, Moos für die Erde. Alle sechs gibt es bei Garten von Ehren, das Waldgras auch bei Baldur-Garten. Bei Katze oder Hund lohnt der Blick auf die Kennzeichnung.
Acer palmatum 'Shishigashira'
Der Löwenkopf-Ahorn: ein dichter, aufrechter Busch mit kleinen, dunkelgrünen Blättern, die im Herbst sanft orange werden. Wächst so langsam, dass er viele Jahre im Kübel bleiben kann.
Rhododendron obtusum 'Peppina'
Japanische Azaleen bringen im Frühjahr Farbe in den Kübel. Sie brauchen saure Erde, möglichst Regenwasser und ab Juli gleichmäßige Feuchte, sonst fallen im nächsten Frühjahr die Knospen.
Ilex crenata
Kleine, glänzende, gekerbte Blätter bis 3 cm, das ganze Jahr grün. Lässt sich in Form schneiden und zeigt auch im Januar Struktur, wenn Ahorn und Gras kahl sind. Die schwarzen Früchte sind nicht zum Essen.
Hakonechloa macra
Die Halme fallen alle in eine Richtung, wie Wasser über eine Kante. Frischgrün im Sommer, kupfern im Herbst, im Spätwinter zurückgeschnitten. Allein in der Schale oder am Rand eines großen Kübels.
Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens', im Handel auch 'Nigricans'
Fast schwarze, ledrige Halme, etwa 20 cm hoch und das ganze Jahr da, nach der Blüte glänzend schwarze Beeren. Unter einem hellen Ahorn oder neben dem Waldgras entsteht ein starker Kontrast aus hell und dunkel.
Hypnum cupressiforme
Lebendes Plattenmoos deckt die Erde im Kübel und in der Schale ab, damit unter dem Ahorn kein nackter Boden bleibt. Es braucht Schatten und Feuchte.
Zusammenstellen
Ein japanischer Balkon ist kein voller Balkon. Die Wirkung kommt aus wenigen Pflanzen und dem Platz um sie herum.
Der Fächerahorn allein in einem schlichten Kübel, darunter nur Moos. Davor und daneben nichts. So sieht man die Form, und im Herbst wird der Kübel zur Laterne.
Ein Kranz Schwarzer Schlangenbart am Rand eines großen Kübels, darüber Ahorn oder Azalee. Das dunkle Laub lässt das Grün und die Blüte darüber leuchten. Die Unterpflanzung trinkt mit, also etwas mehr gießen.
Waldgras oder Schlangenbart allein in einer Schale von 20 bis 30 cm, mit Moos auf der Erde. Das ist ein Kusamono, die ursprüngliche Akzentpflanze. Wie du es setzt, steht in der Anleitung Kusamono.
Bergilex und Schwarzer Schlangenbart behalten ihr Laub. Wenn Ahorn und Waldgras eingezogen sind, tragen die beiden den Balkon durch den Winter.
Erde und Winterschutz
Saure Erde für Azalee und Ahorn, etwas, das die Wurzeln im Winter warm hält, und Füße, damit der Topf nicht im kalten Wasser steht. Kübel selbst findest du bei Garten von Ehren unter Pflanzgefäße.
Saure Erde, torffrei
Für Azalee und Fächerahorn. Die RHS hat torffreie Moorbeeterden für Rhododendren im Kübel als geeignet befunden; für den Ahorn mit etwa einem Viertel scharfem Sand mischen.
Jute zum Einpacken
Wird im Spätherbst um den Kübel gewickelt und mit Schnur festgebunden. Schützt die Wurzeln, die im Topf so kalt werden wie die Luft.
Topffüße
Heben den Kübel vom kalten, nassen Boden. Überschüssiges Wasser läuft ab, statt im Untersetzer zu gefrieren.
Drei häufige Fehler
Direkt vom Gärtner
Gehölze, Gräser und Moos für draußen kommen am besten aus einer Gärtnerei. Für Garten von Ehren bin ich Partner über Awin; kaufst du über diese Links, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Partner-Shop
Pflanzenversand mit eigenem Gartencenter in Hamburg, seit 1865. Stark bei allem, was draußen wächst: Gräser und Farne, Japanische Azaleen, Fächerahorn und Moos, dazu eine kleine Auswahl Zimmerpflanzen und Pflanzgefäße.
Pflanzenangaben stammen von der Royal Horticultural Society, von Penn State Extension und der ASPCA, Lieferform und Größe vom Anbieter Garten von Ehren. Die Angaben der Anbieter zur Winterhärte habe ich nur dort übernommen, wo keine Fachquelle vorlag, und so gekennzeichnet. Ich habe die Pflanzen nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Fächerahorn (Acer palmatum) und Japanische Stechpalme oder Bergilex (Ilex crenata) erreichen bei der Royal Horticultural Society die Winterhärte H6, also −20 bis −15 °C. Das Japanische Waldgras (Hakonechloa macra) steht dort sogar in H7, der Schwarze Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus) in H5 mit −15 bis −10 °C. Japanische Azaleen gibt der Anbieter mit etwa −20 °C an. Im Beet reicht das für deutsche Winter, im Kübel brauchen die Wurzeln Schutz.
Langsam wachsende Gehölze wie der Fächerahorn 'Shishigashira', der laut RHS 20 bis 50 Jahre für seine endgültige Größe braucht, der Bergilex und Japanische Azaleen. Für die Unterpflanzung oder eine flache Schale passen Japanisches Waldgras, Schwarzer Schlangenbart und Moos.
Im Topf sind die Wurzeln so kalt wie die Luft. Die RHS rät, Kübel zusammenzurücken, an einen geschützten Platz zu stellen, mit Jute oder Luftpolsterfolie einzupacken und auf Füße oder Ziegel zu setzen. Penn State Extension empfiehlt für Kübel Pflanzen, die zwei Klimazonen härter sind als der Standort, und vor dem Frost durchdringend zu gießen.
Ja. Die ASPCA führt Azaleen und Rhododendren (Rhododendron spp.) als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Sie enthalten Grayanotoxin; Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall, Schwäche und im schlimmsten Fall Herzversagen. Bei Haustieren gehört die Azalee außer Reichweite oder gar nicht auf den Balkon.
Halbschatten, und Schutz vor Wind. Laut RHS verbrennt die Nachmittagssonne das Laub, besonders bei geschlitzten Sorten. Grünlaubige Sorten wie Shishigashira vertragen mehr Sonne, rotlaubige brauchen etwas Sonne für ihre Farbe. Am besten ist lichter Schatten wie unter einem Baum.
Azaleen brauchen saure Erde mit einem pH-Wert von 5 bis 6; die RHS nennt lehmhaltige Kübelerde und torffreie Moorbeeterde als geeignet. Für den Fächerahorn empfiehlt die RHS lehmhaltige Kübelerde oder torffreie Moorbeeterde mit etwa einem Viertel scharfem Sand. Gegossen wird die Azalee am besten mit Regenwasser.
Quellen
Die eine für den KübelFächerahorn 'Shishigashira'
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