Japanisches Waldgras
Hakonechloa macra, 1 Pflanze
Überhängendes, frischgrünes Laub, 30 bis 40 cm, für Halbschatten bis Schatten. Treibt im Frühjahr neu aus und wird mit den Jahren breiter.
Pflanzenporträt
Schmale Halme, die alle in eine Richtung fallen, wie Wasser über eine Kante. Das Japanische Waldgras ist der Akzent für Balkon, Terrasse und Kübel: im Sommer frischgrün, im Herbst kupfern, im Winter still.
Das Japanische Waldgras (Hakonechloa macra) wird 30 bis 40 cm hoch, steht im Halbschatten bis Schatten und braucht frischen, nie austrocknenden Boden. Im Herbst färbt es sich kupfer, im Spätwinter wird es zurückgeschnitten. Es ist winterhart, im Topf aber mit Schutz, und gehört nicht dauerhaft ins warme Zimmer. Eine Einstufung zur Giftigkeit für Katze und Hund habe ich nicht gefunden.
Steckbrief
Süßgras, Heimat die Berge um Hakone in Japan
Wofür es sich eignet
Das Waldgras ist eine Pflanze für draußen. Seine Stärke ist die Bewegung: Alle Halme fallen zu einer Seite, deshalb wirkt es am besten, wenn es über eine Kante hängen darf.
Ein einzelner Kübel im Halbschatten, davor nichts. Das Gras fällt über den Rand und erzählt die Jahreszeit: hellgrün, dunkelgrün, kupfer, dann Stille. Für jeden Solitär gilt: von allen Seiten sichtbar, mit Leerraum drumherum.
Eine junge Pflanze passt für zwei, drei Jahre in eine flache Schale von 20 cm mit Bonsai-Substrat. Als Shitakusa neben einem Laubbaum-Bonsai zeigt es Sommer und Herbst, danach zieht es in den Kübel um.
Unter Gehölzen und an der Nordseite des Hauses, wo wenig blüht, bringt es Bewegung. Neben dunklem Schlangenbart entsteht der klassische Kontrast aus hell und dunkel, fallend und aufrecht.
Für einen Abend auf dem Tisch oder eine Woche im kühlen Flur geht es. Im geheizten Wohnzimmer fehlt ihm die Winterkälte, und es wird schwach. Drinnen übernimmt die Grünlilie die Rolle des fallenden Grases.
Pflege
Gießen. Frisch bis feucht, nie trocken. Im Kübel heißt das an warmen Sommertagen täglich, in der flachen Schale manchmal zweimal. Ein Untersetzer mit Wasser darf nicht stehen bleiben, Staunässe lässt die Wurzeln faulen.
Licht. Halbschatten bis Schatten, die Nordseite oder lichter Baumschatten. In voller Sonne verbrennen die Spitzen, vor allem bei den gelben Sorten.
Erde. Humos, locker und wasserhaltend. Im Kübel gute Kübelpflanzenerde mit einem Anteil Bims, in der Schale eine fertige Bonsai-Mischung aus Akadama, Bims und Lava, die Wasser speichert und trotzdem abfließen lässt.
Winter. Im Beet übersteht es deutsche Winter in der Regel ohne Schutz. Im Topf sind die Wurzeln so kalt wie die Luft; Penn State Extension rät für Kübelpflanzen zu zwei Klimazonen Reserve. Also: Kübel an die Hauswand rücken, mit Vlies oder Jute umwickeln und vor dem Frost durchdringend gießen.
Rückschnitt. Die trockenen Halme über den Winter stehen lassen, sie schützen den Horst. Im Spätwinter alles eine Handbreit über dem Boden abschneiden, dann treibt es frisch aus.
Teilen und Düngen. Alle paar Jahre im Frühjahr den Horst mit dem Spaten teilen, so bleibt er vital und du bekommst Pflanzen für die Schale. Im Frühjahr etwas Kompost oder Langzeitdünger, mehr braucht es nicht.
Kaufen
Eine Pflanze aus der Staudengärtnerei, eine flache Schale für die ersten Jahre und das Substrat, in dem Gräser in der Schale gedeihen.
Hakonechloa macra, 1 Pflanze
Überhängendes, frischgrünes Laub, 30 bis 40 cm, für Halbschatten bis Schatten. Treibt im Frühjahr neu aus und wird mit den Jahren breiter.
Flache Keramikschale, 20 cm
Mit Ablaufloch und Bambusuntersetzer. Für eine junge Pflanze, die über den Rand fallen darf, drinnen für ein paar Tage, draußen den Sommer lang.
Fertige Bonsai-Mischung, 2 Liter
Akadama, Bims, Lava und Torf: speichert Wasser, lässt Überschuss abfließen und bleibt luftig. Genug für eine 20-cm-Schale.
Pflanzenangaben stammen aus Fachquellen wie botanischen Gärten, Gartenbau-Beratungsstellen und Bonsai-Fachliteratur, Produktangaben vom Hersteller auf Amazon. Ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Eine verlässliche Einstufung habe ich in den Fachquellen nicht gefunden, weder als giftig noch als ungiftig, deshalb steht hier keine. Katzen knabbern gern an Gräsern; wer sicher gehen will, fragt den Tierarzt oder stellt den Kübel außer Reichweite.
Die Angaben gehen auseinander. naturadb nennt bis −17 °C und stuft es als bedingt winterhart ein, die Royal Horticultural Society gibt die Klasse H7, also hart unter −20 °C. Im Beet ist es in Deutschland fast überall sicher. Im Topf sind die Wurzeln so kalt wie die Luft, deshalb den Kübel schützen.
Nicht dauerhaft. Es ist ein Gartengras, das im Winter einzieht und die Kälte braucht, um im Frühjahr wieder auszutreiben. Im warmen Zimmer bleibt es schwach. Für ein paar Tage als Akzent auf dem Tisch geht es, danach zurück auf den Balkon.
Im Spätwinter, bevor die neuen Halme kommen. Über den Winter bleiben die trockenen, kupferfarbenen Halme stehen und schützen den Horst. Dann alles eine Handbreit über dem Boden abschneiden.
Im Herbst ist das normal: Das Gras färbt sich kupfer und zieht ein. Im Sommer heißen braune Spitzen meist zu viel Sonne oder zu wenig Wasser. Schattiger stellen und den Kübel nie austrocknen lassen.
Neben der grünen Art vor allem 'Aureola' mit gelb-grün gestreiften Halmen und 'All Gold' in reinem Gelb. Die grüne Art ist die ruhigste und am besten für die Kusamono-Schale, die gelben leuchten im Schatten wie ein Lichtfleck.
Quellen
Für Kübel und SchaleJapanisches Waldgras
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