Gießen. Die flache Schale trocknet schnell aus. Gegossen wird, wenn die obere Hälfte des Substrats trocken ist, draußen im Sommer bis zu zwei- oder dreimal am Tag, am besten in der Dämmerung. Mit der Brause gießen, zwei Minuten warten, nachgießen. Akadama wird feucht dunkler und zeigt dir so den Bedarf. Regenwasser ist am besten; Leitungswasser einen Tag stehen lassen.
Düngen. Sparsam, weil kleine Schalen schnell überdüngt sind: ein Langzeitdünger im Frühjahr oder alle vier Wochen Flüssigdünger in halber Dosis. Moos braucht keinen Dünger.
Moos grün halten. Halbschatten, häufig sprühen, drinnen 15 bis 20 °C. Das Moos darf die Pflanzenbasis nicht überwachsen; was zu weit kriecht, wird mit der Pinzette zurückgenommen.
Überwintern. Winterharte Arten bleiben draußen, aber die Wurzeln im Topf sind so kalt wie die Luft. Rechne deshalb zwei Klimazonen Reserve ein, grabe die Schale ein oder stelle sie geschützt an die Hauswand, gruppiere Töpfe und gieße vor dem Bodenfrost noch einmal durchdringend; trockene Erde friert schneller durch. Keramikschalen können bei Frost springen, eine ungeheizte Garage oder ein Frühbeet schützt beides. Die Pflanzen nicht ins warme Haus holen, sie brauchen die Ruhe.
Schädlinge. Trauermücken entstehen in dauerfeuchter Erde; gegen die Eiablage hilft eine Schicht Quarzsand oder feiner Kies, gegen die Fliegen Gelbtafeln. Spinnmilben kommen mit trockener Heizungsluft: abduschen und zwei Wochen unter eine Tüte stellen.
Moos sammeln. Für den eigenen Bedarf dürfen geringe Mengen pfleglich entnommen werden, nach § 39 Absatz 3 Bundesnaturschutzgesetz, nur mit der Hand und höchstens die Hälfte eines Polsters, nicht in Schutzgebieten. Weißmoos und alle Torfmoose stehen unter besonderem Schutz. Moos von Dach und Pflasterfuge ist für die Schale ohnehin besser geeignet, weil es ähnliche Bedingungen kennt.