Pflanzenporträt

Bogenhanf

Steife, aufrechte Blätter, die aussehen wie gezeichnet und sich monatelang nicht verändern. Der Bogenhanf ist die Akzentpflanze für alle, die eine Pflanze wollen, aber keine Pflege: Er steht, er wartet, er verzeiht.

Lesezeit etwa 5 MinutenEnthält Affiliate-Links (*)

Kurz gesagt

Der Bogenhanf (Dracaena trifasciata, früher Sansevieria trifasciata) steht hell bis halbschattig und wird erst gegossen, wenn die Erde ganz trocken ist, im Winter nur alle paar Wochen. Kleine Sorten wie Hahnii bleiben handhoch, Superba etwa 30 cm. Er passt ins kühle, gedämpfte Schlafzimmer. Für Katzen und Hunde ist er giftig.

Steckbrief

Dracaena trifasciata

Spargelgewächs, Heimat tropisches Westafrika; früher Sansevieria trifasciata

Licht
hell bis halbschattig; verträgt Sonne wie gedämpftes Licht
Wasser
sparsam, erst wenn die Erde ganz trocken ist; im Winter alle paar Wochen
Temperatur
normale Zimmertemperatur, auch kühle Räume um 16 °C; kein Frost
Größe
Hahnii handhoch, Superba etwa 30 cm, Laurentii deutlich höher
Wuchs
aufrecht, langsam; bleibt jahrelang eine Tischpflanze
Katze und Hund
giftig, enthält Saponine
giftig für Katze und Hund

Wofür er sich eignet

Räume und Gefäße

Der Bogenhanf wirkt durch seine Form. Je ruhiger das Gefäß und je mehr Platz um ihn herum, desto stärker der Akzent.

Schlafzimmer

Die eine Pflanze fürs Schlafzimmer: wenig Licht hinter Vorhang und Rollo, kühle 16 bis 18 °C und seltenes Gießen sind genau seine Bedingungen. Auf dem Nachttisch die Sorte Hahnii, auf der Kommode Superba.

Flur und Nordzimmer

Er hält sich auch dort, wo kaum Sonne hinkommt, wächst dann aber sehr langsam. Steht er mehr als zwei Meter vom Fenster entfernt, hilft eine kleine Pflanzenlampe mit Timer.

Schlichter Übertopf

Die aufrechten Blätter brauchen eine ruhige Basis: ein zylindrischer Keramik-Übertopf in Naturbeige oder Anthrazit, kein Muster. Wasser im Übertopf nach dem Gießen entfernen.

Nicht bei Katze und Hund

Die Blätter enthalten Saponine. Wo Tiere an die Pflanze kommen, ist die Grünlilie die ungiftige Alternative mit ähnlich aufrechter Wirkung.

Pflege

So bleibt er aufrecht

Gießen. Weniger ist richtig. Erst gießen, wenn die Erde im ganzen Topf trocken ist, dann durchdringend, und das Wasser aus Untersetzer oder Übertopf entfernen. Im Sommer alle zwei bis drei Wochen, im kühlen Winter alle vier bis sechs. Nie in die Blattrosette gießen, dort faulen die Blätter von unten.

Licht. Hell bis halbschattig. In der Sonne zeichnen sich die Blätter kräftiger, im gedämpften Licht wächst er langsamer, bleibt aber gesund. Nur im Dunkeln weit vom Fenster werden neue Blätter dünn und schlaff.

Temperatur. Normale Zimmertemperatur. Kühle Schlafzimmer um 16 °C stören ihn nicht, solange die Erde dort trocken bleibt. Frost und kalte Nässe verträgt er nicht.

Erde und Topf. Durchlässig: Kakteenerde oder Zimmerpflanzenerde mit einem Drittel Bims. Ein schwerer Topf mit Abzugsloch, denn die Blätter machen ihn kopflastig. Umtopfen erst, wenn die Wurzeln den Topf sprengen, oft nach Jahren.

Düngen. Von Frühjahr bis Herbst alle vier bis sechs Wochen mit halber Dosis. Im Winter nicht.

Vermehren. Seitentriebe mit Wurzeln beim Umtopfen abtrennen. Oder ein Blatt in 5-cm-Stücke schneiden, antrocknen lassen und mit der unteren Kante in Erde stecken; das dauert Monate, klappt aber.

Kaufen

Bogenhanf, Übertopf und Licht

Eine kompakte Sorte, ein ruhiger Übertopf und, für den dunklen Platz, eine kleine Lampe mit Timer.

Bogenhanf 'Superba'

Dracaena trifasciata 'Superba'

Etwa 30 cm hoch im 9-cm-Topf, grün-gelb gezeichnet. Wächst langsam und bleibt lange eine Tischpflanze für Nachttisch oder Kommode.

ca. 30 cmsparsam gießengiftig für Katze und Hund

Übertopf Vienna, 15 cm

Übertopf aus Keramik, 15 cm

Wasserdicht, naturbeige, feines Flechtrelief. Für den 12-cm-Topf gemacht; der 9-cm-Topf wird mit einer Schicht Blähton am Boden auf Höhe gebracht.

für 12-cm-Topfwasserdicht

Woher die Angaben stammen

Pflanzenangaben stammen aus Fachquellen wie botanischen Gärten, Gartenbau-Beratungsstellen und Bonsai-Fachliteratur, Produktangaben vom Hersteller auf Amazon. Ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.

Häufige Fragen

Fragen zum Bogenhanf

Ist Bogenhanf giftig für Katzen und Hunde?

Ja. Dracaena trifasciata enthält Saponine, die bei Katzen und Hunden Erbrechen und Durchfall auslösen können. Die steifen Blätter reizen zum Kauen. In einem Haushalt mit Tieren gehört der Bogenhanf außer Reichweite oder gar nicht ins Haus; Grünlilie und Schusterpalme sind die ungiftigen Alternativen.

Wie oft muss ich Bogenhanf gießen?

Erst, wenn die Erde im ganzen Topf trocken ist. Im Sommer am hellen Fenster etwa alle zwei bis drei Wochen, im Winter im kühlen Raum alle vier bis sechs Wochen. Zu viel Wasser ist der einzige Fehler, der ihn umbringt: Die Wurzeln und die Blattbasis faulen.

Warum heißt der Bogenhanf jetzt Dracaena?

Weil die Gattung Sansevieria nach genetischen Untersuchungen in die Gattung Dracaena eingegliedert wurde. Der botanisch gültige Name lautet Dracaena trifasciata, im Handel steht meist noch Sansevieria trifasciata. Gemeint ist dieselbe Pflanze.

Welche Sorte bleibt klein?

Die Sorte 'Hahnii' wächst als flache Rosette und bleibt handhoch, also die Wahl für Nachttisch und Schreibtisch. 'Superba' bleibt mit etwa 30 cm kompakt, 'Laurentii' mit gelbem Blattrand wird deutlich höher.

Passt Bogenhanf ins Schlafzimmer?

Ja, besser als die meisten Pflanzen. Er kommt mit dem gedämpften Licht hinter Vorhang und Rollo zurecht, verträgt die kühlen 16 bis 18 °C und muss selten gegossen werden. Er steht aufrecht und ruhig, genau das, was ein Schlafzimmer braucht.

Reinigt Bogenhanf die Luft?

Nicht spürbar. Er nimmt nachts Kohlendioxid auf, wie andere Pflanzen mit demselben Stoffwechsel, die Mengen sind aber winzig. Eine Auswertung der Drexel University kam zu dem Ergebnis, dass es 10 bis 1.000 Pflanzen pro Quadratmeter bräuchte, um die Wirkung normaler Lüftung zu erreichen.